Das Phänomen

Ich werfe Kieselsteine in den Strom...

Die Hauptsorge der Deutschen ist der Klimawandel.
Das hat Kantar Emnid für die Funke Mediengruppe im Juli 2017 herausgefunden.
Das ist ein interessanter Befund, könnte man doch angesichts des Diesel-Skandals und der sich daran entzündenden Debatte auch auf anderes schließen.

Phänomenal aber ist die Reaktion der Parteien auf die größte Sorge der Deutschen.
Sie reagieren nämlich gar nicht.
Von den Grünen einmal abgesehen, die sich auf eines ihrer Kern-Themen besonnen haben.
Die Union spricht das Thema nur auf Nachfrage an und antwortet dann mit verschwaschenen, unklaren Worten der Kanzlerin, eine neue Mobilität sei nötig und werde kommen. Wann und mit welchen politischen Maßnahmen – bleibt alles völlig beliebig und offen. Man will sich nicht anlegen mit den Autofahrern, mit den Fahrzeugherstellern ohnehin nicht.
Die SPD fokussiert das Thema „Gerechtigkeit“ – lässt aber Generationen-Gerechtigkeit (und das Thema Klimawandel ist eine Frage der Generationen-Gerechtigkeit!) und Nord-Süd-Gerechtigkeit (Willy Brandt hat schon in…

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Für unsere Enkel. Ein Aufruf an die „jungen Alten“.

Ich werfe Kieselsteine in den Strom...

Klimawandel und Klimaschutz sind keine Themen der Jugend allein. Denn die Entscheidungen fallen jetzt. Aber die Kinder und Enkel müssen die Folgen tragen. Wenn wir jetzt nicht schnell aus Kohle, Öl und Gas aussteigen – dann werden die Kinder, die in diesem Jahr geboren werden, eine Welt vorfinden, die man niemandem wünschen kann. Deshalb gibt es nun die Gruppe “Für unsere Enkel – Klimaschutz geht alle an”. https://www.facebook.com/groups/156…
Jüngere Ruheständler, Pensionäre, ehemalige Beamte, ehemalige Berufssoldaten und Polizisten, die Lehrer im Ruhestand, die Ingenieure, Künstler, die ihre aktive berufliche Zeit hinter sich haben – sie sind gemeint und angesprochen.
Menschen zwischen 60 und 75 Jahren.
Menschen mit Lebenserfahrung.
Menschen mit Kontakten.
Menschen mit materiellen Ressourcen.
Menschen mit Zeit.
Menschen, die nichts mehr “riskieren”, wenn sie den Mund aufmachen.
Die Jüngeren brauchen uns.
Sie brauchen unsere Unterstützung.
Deshalb gibt es nun die Gruppe “Für unsere Enkel – Klimaschutz geht alle an”.
Wir…

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Für unsere Enkel – Klimaschutz geht alle an. Das Netzwerk für Engagierte.

Ich werfe Kieselsteine in den Strom...

Was tut man als jemand, der sich auf den Ruhestand vorbereitet? Man gründet ein internationales Netzwerk.
„Für unsere Enkel – Klimaschutz geht alle an“ soll einen Beitrag dazu leisten, dass sich die Älteren zu Wort melden können. Denn uns sind unsere Kinder und Enkel nicht egal. Sie müssen schließlich in der Welt leben, die wir ihnen hinterlassen.
Deshalb gibt es nun diese Arbeitsgruppe bei facebook, in der sich jeder einbringen kann, der wirklich aktiv etwas dazu beitragen möchte, dass unsere Kinder und Enkel nicht „ausbaden“ müssen, was wir ihnen hinterlassen.
Die Gruppe startet nun. Von Anfang an international. Wir haben Administratoren für den Bereich der UN, für Deutschland und Österreich, für Marokko und Ägypten. Das ermöglicht von Anfang an einen internationalen Informationsgewinn aus „erster Hand“ und hilft bei der Vernetzung.
Wir wollen möglichst in jedem Bundesland einen Administrator haben, der sich um engere Kontakte zu Seniorenverbänden, -gruppen und aktiven…

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#Divest. Oder: ein Kapitel über intelligente Politik.

Die Konkretheit im Ziel – das ist die große Stärke der weltweiten #Divest-Bewegung

Ich werfe Kieselsteine in den Strom...

Die weltweite #Divest-Bewegung ist eine der intelligentesten Kampagnen, die ich kenne. Deshalb beteilige ich mich gern.
Die Bewegung ist an Universitäten entstanden und wird breiter und breiter. Diese Bewegung wächst schnell, weil sie konkrete, erreichbareZiele hat und weil sie Fortschritte macht.  Überall auf der Welt haben sich zumeist kleine Gruppen zusammen gefunden, die ganz konkret in ihrer Kommune, an ihrer Universität, in ihrer Kirchengemeinde, in ihrem Betrieb dafür streiten, dass ihre Kommune, ihre Universität, ihre Kirchengemeinde, ihr Betrieb zum Beispiel die Pensionsrückstellungen, die bei der jeweiligen Hausbank angelegt worden sind, aus fossilen Energiequellen abziehen. Wer den hashtag #divest zum Beispiel bei facebook aufruft, sieht die Fülle an Gruppen, die da mittlerweile entstanden sind und konkret arbeiten.
Überall auf der Welt zieht man nun Geld aus Investments in fossile Energien ab. In Deutschland sind es ganze Landeskirchen (die in Berlin-Brandenburg zum Beispiel), es sind konkrete Kommunen (die Hauptstadt…

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Ein Lob an die Ministerin. Die Debatte ist eröffnet

Ich werfe Kieselsteine in den Strom...

Dr. Barbara Hendricks hatte gestern (19.04.2017) via social media darauf hingewiesen, dass der Kampf um die Erreichung des sogenannten Zwei-Grad-Ziels im Klimaschutz sicherheitspolitisch (!) klüger sei als die Aufstockung des Militärbudgets auf 2% des BIP, wie es die NATO vor etlichen Jahren verabredet hatte.
Sie hat mit diesem Hinweis völlig Recht.
Denn, wie die Adelphi-Studie im Auftrag des Auswärtigen Amts nun aufzeigt, gibt es einen Zusammenhang zwischen Klimawandel und sich stark verändernden Sicherheitsstrukturen in der Welt: wenn Staaten instabiler werden, haben terroristische Gruppen bessere Möglichkeiten, zu agieren. Das Auswärtige Amt hatte schon 2006 in einer Studie den Zusammenhang von Sicherheit und Klimaschutz thematisiert.
Diese Auseinandersetzung um die Verwendung der knappen finanziellen Ressourcen zwischen Klimaschutz und Militärbudget muss geführt werden.
Es wird eine harte Auseinandersetzung werden. Aber diese Auseinandersetzung muss geführt werden, denn es geht um Zukunftsfähigkeit.
Sowohl die „Falken“ in den Kreisen der Rüstungsindustrie und in Militärkreisen als auch rechtspopulistische…

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Vorschläge für die zukünfige Nutzung von Kraftfahrzeugen in Wiesbaden

Bündnis Verkehrswende Wiesbaden

Vorwort
Nach einem halben Jahrhundert bevorzugter Förderung des Autoverkehrs – der Ausrichtung der Verkehrswege und der Städteplanung auf eine optimierte Autonutzung – stößt diese Politik an ihre Grenzen, oder anders ausgedrückt, sie fährt in eine Sackgasse:

Wir können uns aus Klimaschutz- und Gesundheitsgründen das Autofahren so nicht mehr erlauben. Bei über 40 Millionen Autos in Deutschland können sie ihr Mobilitätsversprechen nicht mehr erfüllen – immer häufiger stecken sie im Stau.

Aber auch aus Gründen der Wirtschaftlichkeit gehört das Auto nicht mehr in das 21. Jahrhundert: Bei knapper werdenden Rohstoffen und Flächen, bei ihrer absehbaren Endlichkeit, ist es nicht mehr vertretbar, ein Fahrzeug zu produzieren, das durchschnittlich 95 % des Tages nur herumsteht.

Insofern wird es höchste Zeit, sich bei der Planung für ein lebens- und liebenswertes und zukunftsfähiges Wiesbaden über die zukünftige Nutzung des Autos Gedanken zu machen und Wege der Veränderung einzuschlagen.

Zwei Handlungsschienen sind wichtig: Es müssen kostengünstige…

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